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Die Vielfalt von Leder ist schier grenzenlos. Einerseits ist es weich und anschmiegsam, andererseits Robust und Strapazierfähig. Es begleitet uns wie selbstverständlich im alltäglichen Leben. Nur wenige wissen, dass dieses Naturprodukt einen langen, aufwendigen Herstellungsprozess hinter sich hat, bevor es als Polsterbezug verwendet werden kann. Leder ist ein kostbares Geschenk der Natur, einzigartig und natürlich schön.

 

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Es gibt verschiedene Arten von Ledern, die auf Polstermöbel verarbeitet werden.

Narbenleder

Die natürliche Narbung im oberen Teil der Haut wird Narbenleder genannt. Dieser obere Teil der Tierhaut ist am festesten und eignet sich daher optimal als Grundlage für hochwertige Lederbezüge.

Dickleder

Einzigartig in Optik und Griff präsentiert sich Dickleder. Im Bereich von 1,4 mm bis 4,5 mm Stärke spricht man von Dickleder. Es verfügt über eine natürlich ausgeprägte Narbenstruktur und ist sehr strapazierfähig. Außerdem  ist diese  Lederart atmungsaktiv und pflegeleicht.

Rauleder

Auf der Fleischseite geschliffenes Leder wird als Rauleder bezeichnet. Es überzeugt durch sehr weichen Griff. Diesen bringt der Flor mit offener, faseriger Struktur, der durch das Anschleifen der Oberfläche erreicht wird, mit.

Glattleder (Nappaleder)

Alle Lederarten, bei denen die Narbenseite nach außen verarbeitet ist und eine glatte Oberfläche aufweist, werden als Glattleder oder auch Nappaleder bezeichnet. Es ist die am häufigsten verwendete Lederart bei Polstergarnituren. Das Erscheinungsbild dieser Leder kann sehr unterschiedlich sein. Man unterscheidet hier in folgenden Kategorien.

 

Man unterscheidet drei verschiedene Bearbeitungsarten von Glattledern:

Naturbelassenes Leder (Anilin-Leder)

Die Lederhäute werden im Fass komplett durchgefärbt. Der Farbstoff dringt tief in die Poren ein. Somit muss die Oberfläche nicht behandelt werden. Durch dieses schonende Verfahren, bleibt die natürliche Oberfläche der Lederhaut komplett erhalten. Das Leder ist sehr anschmiegsam, warm und weich. Es ist durch seine Offenporigkeit atmungsaktiv, nimmt Feuchtigkeit auf und gibt diese wieder in das Raumklima ab. Das Leder verändert sich mit der Zeit und bildet gebrauchsbedingt die ledertypische Patina.

Leicht pigmentiertes Leder (Semi-Anilin-Leder)

Auch hier werden die Lederhäute durchgefärbt. Im Anschluss erhalten Sie an der Oberfläche zusätzlich eine leichte Pigmentierung. Diese Farbe wird nur sparsam verwendet, so dass die Poren zum Teil noch offen sind. Leicht pigmentiertes Leder zeichnet sich durch die positiven Eigenschaften des Naturprodukts, wie weichen, angenehmen Sitzkomfort und Atmungsaktivität aus und bietet gleichzeitig Schutz vor Verschmutzungen.

Pigmentiertes Leder (Gedecktes Leder)

Die Lederhäute werden auch hier komplett durchgefärbt. Anschließend wird die Oberfläche mit kräftiger Pigmentierung bearbeitet, so dass ein gleichmäßiges Erscheinungsbild des Leders entsteht. Dieses Leder ist sehr pflegeleicht und lichtecht. Andererseits aber auch nicht mehr atmungsaktiv und dadurch wird das Leder als kalt empfunden. Naturmerkmale sind kaum noch zu sehen.

Man unterscheidet bei Rauleder unter verschiedenen Bearbeitungsarten:

Nubukleder

Schreibeffekt und Glanz zeichnen das Nubukleder aus. Hierfür wird die Narbenseite des Leders an der Oberfläche fein aufgeraut. Die offene Struktur des Leders sorgt für Atmungsaktivität und wirkt deshalb noch weicher und wärmer. Gleichzeitig ist dieses Leder empfindlich gegenüber Beanspruchung, Licht und Verschmutzung. Es ist pflegeintensiv und bildet schon nach kurzer Nutzung die edle Patina.

Veloursleder

Dieses Leder ist robuster und grobfasriger als Nubukleder. Beim Veloursleder wird die Fleischseite als Oberfläche genutzt.

 

Wildleder

Unter den Begriff Wildleder fallen alle Häute aus frei lebenden Tierbestand wie z.B. Reh- oder Hirschleder. Auf Polstermöbel können die Leder kaum verwendet werden, da die Häute zu klein sind. Hauptsächlich finden Sie in der Bekleidungsindustrie Verwendung. In der Anschaffung sind diese Leder sehr teuer.

Spaltleder

Spaltleder ist der untere Teil der Tierhaut. Es befindet sich unter der atmungsaktiven Schicht. Es wird durch Pigmentierung (Farbbeschichtung) veredelt oder zum Spaltvelours verarbeitet. Die raue Oberfläche von Spaltleder muss mit mehr Pigmenten beschichtet werden um diese auszugleichen. Spaltleder wird häufig im Schuh-, und Handschuhbereich benutzt. 

Naturmerkmale

Durch Naturmerkmale wird eine Lederhaut zum Unikat. Außerdem weisen Sie auf Echtheit hin und erzählen eine ganz individuelle Geschichte. Diese Male beeinflussen weder die Lebensdauer, noch die Qualität des Leders. Jedes Stück ist immer ein wenig anders, einmalig in Farbschattierung und Oberflächenstruktur. Wenn Sie naturbelassenes Leder etwas genauer betrachten, könnte es sein, das dort alle aufgeführten Merkmale zu sehen sind. Bei der Herstellung eines Polstermöbels wird darauf geachtet, dass im Sitz- und Rückenbereich die Verarbeitung von Naturmerkmalen vermieden wird. Bei leicht pigmentierten oder gedeckten Ledertypen treten diese Merkmale nur reduziert auf.

Herkunft

Die Leder, mit denen Ihr Polstermöbel bezogen wird, sind fast ausschließlich von Rindern.                                          

Vorwiegend stammen die Lederhäute aus Europa. Die besten und reinsten Lederhäute stammen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Durch die artgerechte Haltung der Rinder sind Schäden wie durch Verletzungen an Stacheldrähten, Mückenstiche etc. weniger zu finden.

Rinder dagegen aus Südamerika weisen durch die Haltung der Tiere ausschließlich in Freigehegen vermehrt Schäden in den Häuten auf. Zu beobachten sind häufig Mückenstiche, Verletzungen an Stacheldrähten und Kampfspuren durch Revierverhalten der Tiere. Aus Asien stammende Rinder sind wesentlich kleiner und deshalb für die Verwendung zu Verarbeitung an Polstergarnituren weniger geeignet, da sie nur kleine Lederhäute abgeben.

Gerben

Gerben ist ein sehr altes Handwerk. Schon um 600.000 vor Christus schützten und wärmten sich die Menschen mit Tierfellen und Häuten. Das Grundprinzip der Gerbung bleibt bis heute das Selbe.

Von der Tierhaut zum fertigen Leder ist es ein langer Prozess. Basis für ein exklusives Leder ist immer die hochwertige Rohware. Bei der Gerbung werden die Eiweißmoleküle der Haut vor Verwesung geschützt und somit dauerhaft haltbar gemacht. Heut zu Tage wird die Chromgerbung durchgeführt. Für diese mineralische Gerbung werden 3-wertige, ungiftige Chromsalze eingesetzt. Die Gerbung wird in großen Fässern durchgeführt, in denen 100-150 Rindshäute Platz finden.

  • Weichen:Beim Weichen werden etwaige Verunreinigungen entfernt. Im Wasser erhält die Haut Ihre Geschmeidigkeit zurück.
  • Äschern:Es werden die Haare entfernt und ein Quellzustand herbeigeführt.
  • Entfleischen:Mittels einer Entfleischungsmaschine werden Fleisch und Fettreste entfernt.
  • Beizen, Pickeln, Gerben:Die aufbereitete Rohware wird jetzt noch einmal gereinigt, was man als Beizen bezeichnet. Als Vorbereitung zur Gerbung, wird die Haut mit Säure versetzt, das wird Pickeln bezeichnet. Anschließend erfolgt die Gerbung mit ungiftigen 3-wertigen Chromsalzen eingeleitet. Jetzt entsteht das Wet-Blue.
  • Abwelken:Hier wird das restliche Wasser aus den Häuten gepresst. Anschließend werden diese nach Qualität kontrolliert.
  • Spalten:Das Leder wird in den hochwertigen Narbenspalt und den Fleischspalt getrennt.
  • Falzen: Beim Falzen wird das Leder auf die richtige Dicke gebracht.
  • Neutralisieren, Nachgerben, Färben und Fetten:Diese Schritte erfolgen in großen Fässern nacheinander. Die Neutralisierung entfernt die Säurerückstände. Für den richtigen Griff wird nachgegerbt. Anschließend erfolgt die Färbung der Häute. Zum Schluss werden die Häute mit Hilfe von Fett geschmeidig gemacht.
  • Trocknung:Die Spanntrocknung (Lufttrocknung) nimmt ca. 50 Stunden in Anspruch. Als Alternative gilt die Vakuumtrocknung, bei der den Häuten auf warmen Platten die Feuchtigkeit entzogen wird.
  • Millen und Stollen:In diesem Schritt wird das Leder weich gemacht. Je länger dies passiert umso weicher wird es.
  • Zurichtung:Die Leder werden nochmals sortiert und anschließen nach Wunsch pigmentiert, eventuell geprägt oder gebügelt. Bei naturgelassenen Leder findet dieser Schritt nicht statt.

Verarbeitung

Zuschneiden

Zur Verarbeitung einer Lederhaut werden Schablonen benutzt. Diese sind für jedes Modell unterschiedlich. Nach dem für eine Bestellung die Anzahl von Lederhäuten bereitgelegt wird, die sich in Farbe und Narbung ähnlich sind, werden diese Häute ausgebreitet und die Schablonen darauf platzsparend verteilt. Ein Mitarbeiter zeichnet die Umrisse der Schablone mit einem besonderen Lederstift auf. Manche Hersteller verfügen schon über Maschinen, bei denen die Häute gescannt werden und dann der Computer die effektivste Verteilung der Einzelteile mit Hilfe eines Beamers auf die Haut projiziert.

Anschließend werden die Lederhäute bei beiden Varianten manuell mit einem elektrischen Ledermesser ausgeschnitten.

Vernähen

Darauf folgend werden die Einzelteile miteinander vernäht und ergeben nach und nach eine Hülle für ein Sofa. Diese Näharbeiten sind sehr mühsam und werden in Handarbeit durchgeführt. Es ist eine lange Einarbeitungszeit von Nöten, um eine perfekte Ledernaht zu erlangen.

Beziehen

Anschließend wird die Lederhülle über das Untergestell gezogen und fixiert.

Nähte

Nähte sind das Tüpfelchen auf dem I und geben der Ledergarnitur den letzten Schliff. Ledernähte werden in verschiedenen Varianten angeboten. Immer aber farblich passend als Kontrast oder gleichfarbige Naht. Folgend ein kleiner Ausschnitt.

Einfache Naht

 

 

Kontrastnaht

 

 

Doppelnaht

 

 

Rautennaht

 

 

Quadratnaht

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